Was versteht man unter "Probearbeiten"? Drucken E-Mail

was _versteht_man_unter_probearbeiten.jpgdgs_button_gruen_transparent.png

Du hast einen Job in Aussicht, aber dein möglicher Arbeitgeber möchte, dass du erst einmal in den Betrieb reinschnupperst, um zu sehen, „ob das etwas für dich ist.“ Du sollst zur Probe arbeiten kommen. Dann befindest du dich in einem so genannten Einfühlungsverhältnis – das ist etwas anderes als die klassische Probezeit

dgs_button_gruen_transparent.png Ein solches Einfühlungsverhältnis ist meistens unbezahlt und kann ohne weiteres aufgelöst werden, denn es ist noch kein richtiges Arbeitsverhältnis. Du wirst in den Betrieb aufgenommen, um dir alles anzuschauen und den Betrieb kennen zu lernen. Aber der Arbeitgeber hat kein Recht, dir bereits Aufgaben verbindlich zuzuteilen. Ob es eine Vergütung für diese Zeit gibt, hängt von deiner Vereinbarung mit dem Arbeitgeber ab.

dgs_button_gruen_transparent.png Das Einfühlungsverhältnis oder Probearbeiten dürfen nicht unbegrenzt dauern, obwohl keine zeitliche Obergrenze gesetzlich festgelegt ist. Wie lange ein Einfühlungsverhältnis akzeptabel ist, richtet sich nach der Art der Tätigkeit. Bei einer einfachen Hilfstätigkeit wird davon ausgegangen, dass 1-2 Stunden ausreichen, um deine Eignung festzustellen – bei spezialisierten Tätigkeiten gelten 1-2 Tage als akzeptabler Zeitraum.

dgs_button_gruen_transparent.png Soll deine Probearbeit länger gehen oder erbringst du wirtschaftlich verwertbare Tätigkeiten bei deiner Arbeit, ist davon auszugehen, dass es sich bereits um ein ordentliches Arbeitsverhältnis handelt. Wirtschaftlich verwertbare Tätigkeiten sind zum Beispiel das Abheften von Unterlagen, Kundenkontakte oder die Erstellung eines Projektkonzepts. Wenn Dein Arbeitgeber möchte, dass Du Dich in Deinen neuen Job hineinfindest und ein wenig übst, was da zu tun ist, gibt es dafür die klassische Probezeit.