Der Mindestlohn von Zeitarbeitern Drucken E-Mail

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Nach Paragraf 3 des Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) liegt die allgemeinverbindliche Lohnuntergrenze in der Leiharbeitsbranche zurzeit (August 2013) pro Stunde bei 8,19 Euro (West) bzw. 7,50 Euro (Ost). Maßgeblich dafür, ob Ost- oder Westlohn gezahlt wird, ist der Arbeitsort. Arbeitnehmer, die bei einem Verleiher mit Sitz in Westdeutschland beschäftigt sind, haben auch dann Anspruch auf Westlohn, wenn sie in Ostdeutschland arbeiten.

Der Ostlohn wir also nur gezahlt, wenn ein Arbeitnehmer bei einer ostdeutschen Verleihfirma angestellt ist und in Ostdeutschland eingesetzt wird. Arbeitnehmer, die bei einem Verleiher mit Sitz im Ausland beschäftigt sind und in Deutschland eingesetzt werden, erhalten ebenfalls den deutschen Mindestlohn (je nach Einsatzort West- oder Ostlohn).
In vielen Branchen gibt es außerdem Zuschläge für Leiharbeiter, die länger als sechs Wochen beschäftigt sind. Dann steigt der Lohn zum Beispiel um 15 Prozent und nach neun Monaten gibt es 50 Prozent mehr. Nur wenige Leiharbeiter sind allerdings so lange in einer Firma beschäftigt. Nach einer Einsatzpause, das heißt nach einer Zeit, in der der Leiharbeiter nicht verliehen wurde, beginnt die Entlohnung wieder bei 8,19 bzw. 7,50 Euro.

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