Wann ist mein Weg zur Arbeit versichert? Drucken E-Mail

versichert zur arbeit

dgs_button_gelb_transparent

Arbeitnehmer sind über die gesetzliche Unfallversicherung gegen Unfälle auf der Arbeit und auf dem Weg zur Arbeit versichert. Damit die Unfallversicherung die Kosten für eine Behandlung, Reha oder eine Rente auch übernimmt, sind einige Dinge zu beachten:

Abgesichert ist zunächst alles, was auf der Arbeit passiert und auf dem direkten Weg zwischen Wohnort und Arbeitsstelle. Doch was versteht man unter dem direkten Weg zur Arbeit? Zunächst einmal natürlich den kürzesten Weg, aber zum Beispiel bei Baustellen oder Staus auch einen notwendigen Umweg. Hält man auf dem Weg zur Arbeit am Supermarkt, so ist man im Supermarkt nicht über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert, davor und danach aber schon. Die Unterbrechung der Fahrt zwischen Arbeitsstelle und Wohnort darf allerdings nicht länger als zwei Stunden andauern, sonst endet der Versicherungsschutz. Wer eine weitere Abweichung vom direkten Weg vornimmt, etwa um 10 Kilometer weiter günstig zu tanken, verliert den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung mit Beginn der Abweichung vom direkten Weg. Anders sieht es aus, wenn man seine Kinder auf dem Weg zur Arbeit in den Kindergarten oder die Schule bringt. Dieser Umweg wird von der gesetzlichen Unfallversicherung akzeptiert und steht dem Versicherungsschutz nicht im Wege.

Die Beiträge für die gesetzliche Unfallversicherung bezahlt übrigens der Arbeitgeber. Sie schützt nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Schüler (in der Schule und auf dem Weg dorthin), Kindergartenkinder (in der Einrichtung und auf dem Weg dorthin) und Studierende (in der Uni und auf dem Weg dorthin). Unfälle in der Freizeit deckt die gesetzliche Unfallversicherung grundsätzlich nicht ab, hier benötigt man eine zusätzliche private Absicherung. Selbstständige sollten sich ebenfalls privat absichern oder können in einer Berufsgenossenschaft Mitglied werden.