Die elektronische Gesundheitskarte Drucken E-Mail

 

 

 

 

 

 

 

Die elektronische Gesundheitskarte soll ab Anfang Oktober 2011 die Krankenversicherungskarte ersetzen. Ursprünglich sollte sie allerdings bereits

vor einigen Jahren eingeführt werden. Doch nun wird sie seit Anfang des Monats durch die gesetzlichen Krankenkassen verschickt. Für die Versicherten ändert sich zunächst einmal nicht viel. Die neue Karte ist aber so gestaltet, dass ihre Funktion in den kommenden Jahren kontinuierlich erweitert werden kann. Letztendlich soll sie in Zukunft auch die komplette Patientenakte enthalten.

Wie wird die Karte verteilt?

Die elektronische Gesundheitskarte wird ab 1. Oktober schrittweise an die Versicherten verschickt. Einige Kassen haben bereits damit angefangen. Doch bevor du als Versicherter die neue Karte bekommst, wirst du von deiner Krankenkasse angeschrieben und um ein Foto gebeten.

 

 

 

 

 

 

 

Warum hat sich die Einführung der Karte so verzögert?

Die Einführung der Karte wurde vor acht Jahren beschlossen. Damals hatte aber kaum jemand mit einem so enormen technischen und organisatorischen Aufwand bei der Einführung gerechnet. Zum Beispiel kam es immer wieder zu Pannen bei der technischen Entwicklung der Karte. Außerdem gibt es bis heute große Bedenken, zum Beispiel was die Sicherheit der gespeicherten Daten angeht. Diese Frage wird sich auch in den nächsten Jahren mit jeder Funktionserweiterung der Karte wieder stellen.

    Was ist neu an der Karte?  

Der auffälligste Unterschied im Vergleich zur alten Krankenversicherungskarte ist das Lichtbild des Versicherten auf der Vorderseite. Die entscheidende Neuerung ist allerdings ein Mikroprozessorchip, der sich  anstelle des alten Speicherchips auf der Karte befindet. Dieser „Minicomputer“ kann Daten verschlüsseln, digitale Signaturen erstellen und alle medizinischen Daten des Patienten speichern. Die vielfältigen Funktionen des Mikroprozessorchips werden allerdings erst nach und nach aktiviert. Auf der Rückseite der elektronischen Gesundheitskarte ist die europäische Krankenversicherungskarte aufgedruckt. Damit ist eine Behandlung in allen 27 EU-Staaten sowie Island, Lichtenstein, Norwegen und der Schweiz möglich.

 

 

 

 

 

 

 

Gibt es eine Übergangszeit?

Ja, alle Versicherten, die noch keine elektronische Gesundheitskarte erhalten haben, können weiterhin ihre alte Karte verwenden. Die neuen Kartenlesegeräte können beide Karten lesen. In dem Fall, dass der Patient bereits eine neue Karte besitzt, sein Arzt aber noch kein neues Kartenlesegerät besitzt, wird trotzdem behandelt. In diesem Fall wird der Patient auf Papier erfasst, wie in alten Zeiten.

Muss ich alle Möglichkeiten der Karte nutzen?

Die Speicherung von Verwaltungsdaten ist für alle gesetzlich Versicherten verpflichtend: Das sind die Angaben zu Person wie Name, Geburtsdatum, Geschlecht und Anschrift. Außerdem Angaben zur Krankenversicherung wie Versichertennummer, Versichertenstatus und Zuzahlungsstatus. Diese Daten dienen als Nachweis, ob der jeweilige Patient Leistungen in Anspruch nehmen darf. Alle darüber hinausgehenden medizinischen Informationen werden nur auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten gespeichert. Außerdem ist vorgesehen, dass der Versicherte seine medizinischen Daten jederzeit einsehen, ausdrucken, verbergen und löschen lassen kann.

Weitere Videos zur elektronischen Gesundheitskarte:

Die elektronische Gesundheitskarte Teil 1

Die elektronische Gesundheitskarte Teil 2

Die elektronische Gesundheitskarte Teil 3

Weiterführende Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit