Attest am ersten Krankheitstag Drucken E-Mail

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Wenn dein Chef es möchte, musst du schon für den ersten Krankheitstag ein ärztliches Attest vorlegen. Das hat das Bundesarbeitsgericht im November so entschieden (Aktenzeichen 5 AZR 886/11). Bekannt ist die Regelung, dass erkrankte Mitarbeiter spätestens am dritten Tag einer Erkrankung ein ärztliches Attest, den „gelben Zettel“, vorlegen müssen. Das ist in den meisten Betrieben so üblich

und im Paragraph des Entgeltfortzahlungsgesetzes auch so geregelt:
"Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen.“  

Was jedoch bisher nur wenigen Arbeitnehmern bekannt war, ist der nächste Satz des Paragraphen 5 im Entgeltfortzahlungsgesetz:
„Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung früher zu verlangen."

Wirst du krank und kannst nicht arbeiten gehen, sind also folgende Schritte zu beachten:
1.    Am ersten Fehltag morgens meldest du dich krank (z.B. per eMail, SMS, Telefon).
2.    Wenn dein Chef am ersten Tag ein ärztliches Attest haben möchte, gehst du zum Arzt und faxt das    Attest.
3.    Wenn dein Chef für die ersten drei Tage der Erkrankung kein Attest sehen möchte, wartest du ab, wie deine Krankheit verläuft und gehst spätestens am vierten Krankheitstag/Fehltag zum Arzt.