Selbstständig im Nebenberuf Drucken E-Mail

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dgs_button_gruen_transparentFür viele Existenzgründer bietet es sich an, zunächst nebenberuflich selbstständig zu arbeiten. Das hat den Vorteil, dass der Hauptberuf ein regelmäßiges Einkommen sichert und die Selbstständigkeit nicht sofort für den gesamten Lebensunterhalt reichen muss. Als nebenberuflicher Existenzgründer solltest du allerdings ein paar Dinge beachten:

Im Job: Grundsätzlich darf jeder Arbeitnehmer eine Nebentätigkeit aufnehmen – auch eine selbstständige. Wer im öffentlichen Dienst angestellt ist, benötigt dafür eine Erlaubnis des Dienstherrn. Aber auch nicht öffentlich angestellte Arbeitnehmer, die nebenberuflich selbstständig arbeiten möchten, sollten im Normalfall mit ihrem Arbeitgeber darüber sprechen. Auf gar keinen Fall darf die nebenberufliche Selbstständigkeit in Konkurrenz zu Tätigkeit beim Arbeitgeber stehen: Der angestellte Webdesigner zum Beispiel, der in seiner Freizeit auf eigene Rechnung Internetseiten erstellt, muss damit rechnen, dass er entlassen wird, wenn sein Chef davon erfährt. Das gilt auch, wenn man sich während der Arbeitszeit um seine Selbstständigkeit kümmert, zum Beispiel im Internet surft oder Briefe an die Kunden ausdruckt.

Arbeitszeit: Eine selbstständige Tätigkeit braucht Zeit. Deshalb bietet es sich an die Arbeitszeit im festen Job zu reduzieren. Einer Verringerung muss der Arbeitgeber zustimmen, solange betriebliche Gründe nicht dagegen sprechen. Das gilt allerdings nur für Betriebe mit mehr als 15 Arbeitnehmern und nur für Arbeitnehmer, die länger als sechs Monate im Betrieb sind.

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dgs_button_gruen_transparentWohnung: Nebenerwerbsgründer arbeiten oft zu Hause. In einer Eigentumswohnung ist dies in der Regel kein Problem. Es sei denn, die Tätigkeit verursacht nachbarschaftliche Störungen, wie Lärm, Publikumsverkehr oder Ähnliches. Das Nebengewerbe in einer Mietswohnung auszuüben, ist meist laut Mietvertrag nicht erlaubt. Eine nicht erlaubte geschäftliche Nutzung kann zu einer Kündigung führen.


Daher solltest du spätestens, wenn ein Firmenschild an der Haustür angebracht werden soll, die Erlaubnis des Vermieters eingeholen. Wer keine Angestellten und nur geringen Publikumsverkehr hat, dem darf der Vermieter in der Regel die Erlaubnis nicht verweigern.

Gewerbe- und Finanzamt: Nebenerwerbsgründer müssen dem Finanzamt mitteilen, dass sie selbstständig tätig sind. Für einige gewerbliche Tätigkeiten benötigt man auch eine Gewerbeerlaubnis. Zum Beispiel für Makler- oder Handwerkstätigkeiten.

Sozialversicherung: Arbeitnehmer müssen für ihre nebenberuflichen Einkünfte in der Regel keine zusätzlichen Sozialbeiträge entrichten. Ausnahmen gelten aber für Lehrer, Hebammen und Krankenpfleger. Diese Berufsgruppen müssen für Einkünfte aus selbstständigen Tätigkeiten Rentenbeiträge abführen.