Der Midi-Job Drucken E-Mail

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Als Midi-Job oder Gleitzonenfall bezeichnet man ein Arbeitsverhältnis (üblicherweise sind das Teilzeitjobs.), bei dem das Einkommen zwischen 450,01 Euro und 850 Euro liegt. Im Bereich dieser Einkommenshöhe muss der Arbeitnehmer nur einen verminderten Beitragssatz zur Sozialversicherung abführen. In dieser sogenannten Gleitzone

werden die vom Arbeitnehmer zu tragenden Beiträge zur Sozialversicherung ausgehend von ca. 10 % immer höher, bis sie bei 850,00 Euro schließlich ca. 20 % erreichen. Das ist dann der übliche Beitrag zur Sozialversicherung. Der Arbeitgeberbeitrag liegt in der gesamten Gleitzone konstant bei ca. 20 %. Das bedeutet:

Verdienst Sozialversicherung Anteil am Bruttolohn
450 Euro 0 Euro 0 %
500 Euro Ungefähr 50 Euro ~ 10 %
850 Euro Ungefähr 170 Euro ~ 20 %

Warum wurde die Gleitzone/der Midi-Job eingeführt?
Ausgangspunkt war, dass es früher keine Zwischenstufen zwischen niedriger, sozialabgabenfreier Beschäftigung und besser bezahlter, sozialabgabenpflichtiger Beschäftigung gab. Die Folge war, dass bei einem Wechsel in besser bezahlte Arbeit die Abgaben für die Sozialversicherung für Arbeitnehmer von 0 % auf über 20 % des Bruttoverdienstes hochschnellten.
Dies führte zur Entwicklung des Niedriglohn-Konzepts mit einer Gleitzone (Midi-Job) innerhalb derer sich der Sozialversicherungsbeitrag des Arbeitnehmers relativ zum steigenden Bruttoverdienst von ca. 11 % auf ca. 21 % erhöht.

Gleitzonenrechner: http://www.gleitzonenrechner.de/
Bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Midi-Job
Info-Broschüre BMAS: http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a630-geringfuegige-beschaeftigung-433.pdf?__blob=publicationFile

 

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