Dolmetscher vor Gericht Drucken

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Gerichtsverfahren müssen in Zukunft auch für gehörlose Menschen verständlich sein. Daher werden Gebärdensprachdolmetscher vor Gericht zukünftig vom Bund bezahlt. Das hat die Bundesregierung am 22. Juni 2017 beschlossen.

Dazu erklärte der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Uwe Schummer: „Menschen mit einer Hörbehinderung haben künftig im gesamten Gerichtsverfahren das Recht auf einen Gebärdensprachdolmetscher oder andere für sie notwendige Kommunikationshilfen. Das betrifft rund 80.000 Gehörlose und etwa 140.000 schwerhörige Menschen in Deutschland, die in Gebärdensprache kommunizieren. Sie müssen künftig nicht mehr die Dolmetscherkosten selber tragen. Der Bund wird diese übernehmen und sorgt damit für einen wichtigen Nachteilsausgleich im Justizwesen.

Die Rechtsberatung im Vorfeld eines Verfahrens ist zurzeit leider noch nicht barrierefrei. Aber auch dafür soll zukünftig eine barrierefreie Regelung getroffen werden.