Das Weihnachtsgeld Drucken

weihnachtsgeld

dgs_button_gruen_transparentIn früheren Zeiten bekamen Arbeitnehmer von ihrem Arbeitgeber vor Weihnachten manchmal Sachgeschenke überreicht. Im Schusterhandwerk war es zum Beispiel üblich, dass die Gesellen vor Weihnachten ein Stück Leder erhielten. Sie konnten daraus für sich und die Familie Schuhe herstellen. Auch heutzutage

ist es üblich, dass Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern zu Weihnachten ein Geschenk bereiten: das Weihnachtsgeld. Allerdings ist das Weihnachtsgeld grundsätzlich eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers. Name und Zeitpunkt (meist November) der Zahlung beziehen sich auf das christliche Weihnachten. Das Geld sollte ursprünglich zum Kauf von Geschenken dienen.
Die Höhe des Weihnachtsgeldes, der Zahlungszeitpunkt sowie der Umstand, ob überhaupt Weihnachtsgeld gezahlt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Tarifvertrag: Für viele Arbeitnehmer ist im Tarifvertrag geregelt, ob und wie viel Weihnachtsgeld der Arbeitgeber zahlen muss. Bei Beamten gibt es dafür gesetzliche Regelungen.

Betriebsvereinbarung: In einer Betriebsvereinbarung kann ebenfalls die Zahlung von Weihnachtsgeld festgelegt werden. Es ist zulässig, dass Arbeitnehmer, die im selben Betrieb arbeiten unterschiedlich hohes Weihnachtsgeld bekommen. Das kann zum Beispiel daran liegen, dass ein Arbeitnehmer länger als ein anderer im Betrieb arbeitet oder Kinder hat.

Arbeitsvertrag: Auch der Arbeitsvertrag kann Regelungen zum Weihnachtsgeld enthalten. Manchmal ist dort festgeschrieben, dass ein Arbeitnehmer das Weihnachtsgeld zurückzahlen muss, falls er kurz nach Zahlung des Weihnachtsgeldes den Betrieb verlässt.  

Gewohnheitsrecht: Manchmal können Arbeitnehmer ein Anrecht auf Weihnachtsgeld auch dadurch erwerben, dass der Arbeitgeber Weihnachtsgeld wiederholt freiwillig zahlt. Das bedeutet, wenn über mehrere Jahre ein Weihnachtsgeld gezahlt wird, entsteht dadurch ein Anspruch auf diese Zahlung. Der Arbeitnehmer kann allerdings bei der jährlichen Zahlung ausdrücklich darauf hinweisen, dass sie freiwillig und widerruflich erfolgt. Dann kann kein Anrecht durch wiederholtes Weihnachtsgeld entstehen.

Übrigens: Im Zuge wirtschaftlicher Probleme in den letzten Jahren wurden die Zahlungen von Weihnachtsgeld in vielen Branchen verringert. So nannte man das Weihnachtsgeld früher oft das 13. Monatsgehalt. Heute bekommen nur noch wenige Arbeitnehmer tatsächlich ein volles zusätzliches Gehalt/Lohn ausgezahlt.

 

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