Der Mindestlohn Drucken E-Mail

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Der Mindestlohn ist die Untergrenze eines Lohns, die nicht unterschritten werden darf. Er soll die Lebensgrundlage der Arbeiter und Arbeiterinnen sichern. Die Höhe des Mindestlohns wird entweder durch den Staat oder eine Branche festgelegt (zum Beispiel für die gesamte Metallindustrie). In vielen Ländern der Europäischen Union (beispielsweise in Frankreich, Spanien und Belgien) gibt es einen gesetzlich festgelegten Mindestlohn. Der ist aber von Land zu Land unterschiedlich, weil die Kosten für die Lebenshaltung nicht gleich sind.

Ein Beispiel gefällig? Der Mindestlohn in Luxemburg betrug Anfang 2012 10,41 Euro, während er zur gleichen Zeit in Bulgarien 0,80 Euro betrug.

In Deutschland gibt es keinen gesetzlich festgelegten Mindestlohn, der für alle Berufe gilt. Für einige Berufe wurden allerdings Mindestlöhne eingeführt, damit keine Arbeitsplätze durch sogenanntes Lohndumping (besonders niedrige Löhne) verloren gehen. Das gilt derzeit (2012) zum Beispiel für die Bauindustrie, die Gebäudereinigung, für Pflegedienste und für Briefboten. Grundlage für diese Regelungen ist das "Arbeitnehmer-Entsendegesetz". In diesem Gesetz steht auch, dass diese Mindestlöhne auch für Ausländer gelten, wenn sie in Deutschland arbeiten.