Der Aufhebungsvertrag Drucken E-Mail

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Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind in der Regel durch einen Vertrag aneinander gebunden. Möchte eine der beiden Vertragsparteien diesen Vertrag kündigen, so muss sie bestimmte Kündigungsfristen einhalten. In manchen Fällen möchten aber beide Seiten das vertraglich vereinbarte Verhältnis auflösen:
Zum Beispiel, wenn der Arbeitnehmer ein attraktives Angebot für einen Job in einer anderen Firma bekommt und der Arbeitgeber ihm für diesen Karrieresprung keine Hindernisse in den Weg legen möchte.

In derartigen Fällen kommt ein Aufhebungs- oder Auflösungsvertrag in Frage. Er wird von beiden Vertragsparteien einvernehmlich geschlossen, ist also zweiseitig. Eine Kündigung dagegen geht immer von einer Seite der Vertragspartner aus, ist also einseitig. Im Aufhebungsvertrag wird ohne Frist geregelt, wann das Arbeitsverhältnis endet. Der Arbeitnehmer muss keine Kündigungsfrist einhalten, der Arbeitgeber keine Kündigungsschutzbestimmungen. Oft werden in Aufhebungsverträgen auch Abfindungszahlungen vereinbart. Aufhebungsverträge müssen schriftlich abgeschlossen werden. Im Unterschied zu Kündigungen durch den Arbeitgeber hat der Betriebsrat bei einem Aufhebungsvertrag kein Mitbestimmungsrecht.
ACHTUNG: Der Abschluss eines Aufhebungsvertrages kann in Deutschland für einen Arbeitnehmer nachteilige Folgen haben, wenn er anschließend auf Arbeitslosengeld oder Arbeitslosengeld II angewiesen ist. Deshalb sollte der Arbeitnehmer in diesem Fall vor Unterzeichnung des Vertrages eine rechtliche Beratung in Anspruch nehmen.  

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