ALG I: Bestandsschutz Drucken E-Mail
alg1_bestandsschutz.jpgdgs_button_gelb_transparent.pngArbeitslose sollten die Bestandsschutzregel kennen. Danach ist die einmal erreichte Höhe des ALG I bei erneuter Arbeitslosigkeit für zwei Jahre gesichert. Das ist besonders wichtig, wenn ein Erwerbsloser eine schlecht bezahlte Beschäftigung annimmt und diese bald wieder verliert. Der somit zuletzt erzielte niedrige Lohn zählt dann bei der Errechnung des ALG I nicht.

Beispiel: Der gehörlose Mechaniker Daniel Deaf hat in seinem letzten Job in einem metallverarbeitenden Betrieb 1500 Euro verdient. Nun bekommt er ALG I. Da seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zurzeit schlecht aussehen, nimmt er eine Hilfsarbeitertätigkeit auf, um nicht mehr arbeitslos zu sein. Er verdient dort 1100 Euro. Leider geht seine Firma innerhalb eines Jahres Pleite und er wird erneut arbeitslos. Nach der Bestandsschutzregel errechnet sich sein ALG I nun nicht auf der Basis seines letzten Einkommens von 1100 Euro, sondern richtet sich nach dem vorletzten Einkommen von 1500 Euro.