Arbeitslosengeld I: Vorjahresgehalt Drucken

alg1_vorjahresgehalt.jpgdgs_button_gelb_transparent.pngManchmal haben Arbeitnehmer im Jahr vor dem Jobverlust bereits weniger verdient, als zuvor. Z.B. weil sie auf Lohn verzichtet haben, um ihren Arbeitsplatz zu retten. In solchen Fällen greift eine Härtefallregelung.

Sie sorgt dafür, dass das ALG I höher ausfällt, als es nach dem letzten Gehalt zu erwarten gewesen wäre.
WICHTIG: Eine Anwendung dieser Härtefallregelung muss durch den Arbeitslosen ausdrücklich verlangt werden.

dgs_button_gelb_transparent.pngBeispiel: Der Dolmetscher Carlo Händel hat in seinen letzten 12 Beschäftigungsmonaten jeweils auf 500 Euro verzichtet und statt 2500 Euro nur 2000 Euro verdient. Normalerweise würde sein Arbeitslosengeld auf Basis der 2000 Euro Einkommen berechnet. Nach der Härtefallregelung ist aber der Durchschnittsverdienst der letzten zwei Jahre zugrunde zu legen. Dieser würde 2250 Euro betragen. Diese Regelung muss angewendet werden, wenn sich dadurch ein mindestens 10 Prozent höheres Durchschnittseinkommen gegenüber dem letzten Lohn vor der Arbeitslosigkeit ergibt.