Der Ein-Euro-Job Drucken

euro_job.jpgdgs_button_gelb_transparent.pngImmer wieder wird in Deutschland über „Ein-Euro-Jobs“ diskutiert. „Ein-Euro-Jobs“ sind Tätigkeiten, denen Arbeitslose während ihrer Arbeitslosigkeit nachgehen. Die offizielle Bezeichnung für den „Ein-Euro-Job“ ist „Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung“.

 

dgs_button_gelb_transparent.pngEin „Ein-Euro-Job“ kann nur von Arbeitslosen gemacht werden, die Arbeitslosengeld II bekommen. Dadurch können sie zusätzliches Geld zu ihrem Arbeitslosengeld hinzu verdienen. Die Beträge sind allerdings sehr niedrig.


dgs_button_gelb_transparent.pngDer eigentliche Sinn von „Ein-Euro-Jobs“ liegt darin, Langzeitarbeitslose wieder an den Rhythmus und die Bedingungen des Arbeitsmarkts zu gewöhnen und auf einen Einstieg in ein reguläres Arbeitsverhältnis vorzubereiten. Rechtlich gesehen ist ein „Ein-Euro-Job“ kein reguläres Arbeitsverhältnis, sondern eine „Arbeitsgelegenheit“ in Bereichen die nützlich für die Gesellschaft sind, z.B. in der Alten-, und Krankenpflege, Kindergärten oder der Stadtreinigung.


dgs_button_gelb_transparent.pngWenn ein Arbeitsloser einen „Ein-Euro-Job“ zugewiesen bekommt, darf er diesen nicht ohne gute Begründung ablehnen. Er ist verpflichtet ihn anzunehmen, um weiterhin sein volles Arbeitslosengeld zu bekommen. Lehnt er ab, wird sein Arbeitslosengeld für drei Monate um mindestens 30% gekürzt.


dgs_button_gelb_transparent.pngImmer wieder geraten die „Ein-Euro-Jobs“ in die Kritik. Der Regierung helfen sie, die Arbeitslosenzahlen besser aussehen zu lassen, als sie in Wirklichkeit sind. Obwohl „Ein-Euro-Jobber“ Arbeitslosengeld beziehen, werden sie in den Statistiken nicht als Arbeitslose aufgeführt. Zwar dürfen „Ein-Euro-Jobs“ offiziell keine normalen Arbeitsstellen gefährden, in der Praxis sieht es aber oft anders aus. An vielen Stellen wo „Ein-Euro-Jobber“ eingesetzt werden, waren Stellenangebote für reguläre Jobs rückläufig. Damit bewirken „Ein-Euro-Jobs“ in manchen Fällen genau das Gegenteil von dem, wofür sie geschaffen wurden. Anstatt Arbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt zu bringen gefährden sie neue Stellenangebote, die von den Arbeitslosen angenommen werden könnten.