 Die verschiedenen Sprachengruppen müssen sich
gegenseitig akzeptieren, nicht nur in Bezug auf die verwendete Sprache, sondern
auch auf die damit verbundene Kultur. Wegen unterschiedlicher Kulturen und
Sprachen darf man andere nicht diskriminieren. Dazu ist es sehr wichtig, sich
mit der jeweils anderen Sprache und vor allem mit der anderen Kultur, die eng
mit der Sprache zusammenhängt, auseinander zu setzen und sich gegenseitig
Fragen zu stellen, bevor man urteilt. So kann der Austausch zwischen zwei kulturellen
Gemeinschaften für alle Teilnehmer bereichernd wirken und man kann viel
voneinander lernen.
 Wenn ich als Gehörloser z.B. mir darüber bewusst
bin, dass Hörende in ihrer Argumentation bzw. bei Vorträgen auf eine deutliche
Struktur (Einleitung, Hauptteil, Zusammenfassung) und dabei vom Allgemeinen zum
Speziellen kommen, dann kann ich das bei meiner Argumentation mit Hörenden
berücksichtigen. Umgekehrt müssen Hörende, wenn sie Inhalte an Gehörlose
vermitteln, deren bevorzugte Argumentationsart berücksichtigen, also mit vielen
Beispielen langsam vom Speziellen zum übergeordneten, allgemeinen Thema kommen.
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