Boreout - ausgebrannt vor Langeweile Drucken E-Mail

boreout

dgs_button_gelb_transparent
Das sogenannte Boreout-Syndrom (von engl. boredom und out: ausgelangweilt sein) ist ein Zustand, in dem ein Arbeitnehmer aus Unterforderung erkrankt. Der Begriff des Boreout tauchte 2007 zum ersten Mal im Titel des Buches „Diagnose Boreout“ auf und wurde seitdem kontrovers diskutiert.

Zwei wesentliche  Grundelemente des Boreout sind:
# Unterforderung: Ein Arbeitnehmer kann quantitativ und qualitativ unterfordert sein. Bei einer quantitativen Unterforderung bekommt er nicht genug Arbeit. Bei einer qualitativen Unterforderung fehlt es dem Arbeitnehmer an spannender und herausfordernder Arbeit.
# Desinteresse: Im Arbeitnehmer kann ein Desinteresse an seiner Arbeit entstehen, wenn er sich nicht mit dem Unternehmen oder der Branche identifiziert, in der er arbeitet. Desinteresse kann zum Beispiel die Ursache haben, dass der Arbeitnehmer den falschen Beruf erlernt hat.
Laut dem Stressreport der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA, 2012) fühlen 13 Prozent der abhängig Beschäftigten sich fachlich unterfordert, während 5 Prozent ihre Unterforderung auf mangelnde Arbeit zurückführen. Die Symptome des Boreout-Syndroms sind ähnliche wie die des Burnout-Syndroms: zum Beispiel Niedergeschlagenheit, Depressionen, Tinnitus oder Kopfschmerzen.  
Studie der BAUA von 2012